1. Kindheit

Kindheit ist heute durch große Vielfalt und Unterschiedlichkeit der Lebensumstände gekennzeichnet. Das Spektrum der Möglichkeiten hat sich in allen Lebensbereichen erweitert -   in den Familienforen, Beziehungen zu Freunden und Gleichaltrigen, Schulverhältnissen, Tagesabläufen, Konsumgewohnheiten wie auch der ethnisch und kulturell geprägten Lebensformen. Ob man als Mädchen oder Junge, sozial benachteiligtes oder privilegiertes, krankes oder gesundes Kind groß wird: Mit den Lebensumständen unterscheiden sich die Erfahrungen, so dass sich die Kindheit des einen Kindes und die des anderen nur bedingt ähneln. Die unterschiedlichen Lebensbedingungen von Kindern machen es für uns als Grundschule zunehmend unverzichtbar, die Kinder bewusst in Gemeinschaften leben und lernen zu lassen. Schule ist nicht mehr nur Lernort, sondern zunehmend auch Lebensort geworden. Geborgenheit, Offenheit und Herausforderungen sind Grundbedingungen, die Kinder in unserer Schule erfahren sollen.

2. Geborgenheit

Geborgenheit der Kinder entsteht aus der Beziehung zu glaubwürdigen Pädagogen. Hier erfährt das Kind Schutz und Stütze, auch das Eingebundensein in eine Gruppe,in der das Kind sich angenommen fühlt. Der Klassenraum, in dem es arbeitet und spielt, ja sogar einen Teil des Tages lebt, ist als anregende Lernumgebung so gestaltet, dass das Kind sich in ihm geborgen und wohl fühlen kann. Aus dem Gefühl der Geborgenheit können die Kinder Zutrauen zu sich selbst gewinnen. Dieses Zutrauen und die emotionale Bindung zu Personen und auch Sachen ist eine wichtige Voraussetzung für Lernfreude und Leistungswillen.

3. Offenheit

Zutrauen ermöglicht Kindern sich zu öffnen für Personen und Lernumgebungen Offenheit heißt aber auch Kindern innerhalb des schulischen Lebens- und Lernfeldes Freiräume zu geben. Hier können sie lernen, selbst gesteuert und eigenverantwortlich die Grenzen ihres Könnens und Wissens auszudehnen. Das Leben unserer Kinder wird im privaten, beruflichen und gesellschaftlichen Leben davon bestimmt sein, Handlungsfreiräume persönlich und sozial verantwortlich zu nutzen.

4. Herausforderungen

Der Bildungs- und Erziehungsauftrag der Grundschule erfordert es, den Kindern zu helfen, die in den Richtlinien und Lehrplänen gesetzten Ziele zu erreichen. Wir entwickeln und stärken den Leistungswillen der Kinder, indem wir

  • jedem einzelnen seine Stärken und Schwächen bewusst machen und individuelle Fortschritte würdigen.
  • überschaubare Ziele, Lernwege und Arbeitsvorhaben aufzeigen.
  • vielfältige Anregungen zur Begegnung und Auseinandersetzung mit den verschiedenen Lerninhalten anbieten.
  • die Kinder auf ihren unterschiedlichen Lernwegen beraten und ggf. konstruktive Kritik üben.
  • unsere Erwartungen besonders an die Mitwirkung und Mitverantwortung der Kinder deutlich machen.

 
Kinder unserer Schule sollen so ihre Persönlichkeit entwickeln und stärken können. Sie erleben sich in einer Gruppe von Gleichaltrigen, in der sie auf neuen Freunde und Beziehungen hoffen. Durch das Zusammenleben in Gruppen wird die Begrenzung der eigenen Interessen durch die Mitschüler deutlich.Dadurch werden fortwährend Kompromissbereitschaft und Konsensfähigkeit, Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft, Zusammenarbeit und Fairness geübt, Zielsetzungen, die heute notwendiger sind denn je.