1. Unterrichtsformen

Kinder bringen nicht nur verschiedene Lernvoraussetzungen mit in die Schule, sie lernen auch auf unterschiedliche Art und Weise. Deshalb müssen Lern- und Unterrichtsformen so angelegt sein, dass sie diesen unterschiedlichen Kinderpersönlichkeiten in ihrem Lernen gerecht werden.
Allen Arbeits- und Sozialformen an unserer Schule liegt das Bemühen zugrunde, die Kinder zu selbstgesteuertem und sozialem Lernen anzuleiten. Das bedeutet, eine Balance herzustellen zwischen Individualisierung des Lernens auf der einen Seite und der Entwicklung sozialer Kompetenz auf der anderen Seite.
Neben der Vielfalt unserer Schülerinnen und Schüler erfordern auch äußere Bedingungen wie Räumlichkeiten, das schulische Umfeld, die materielle Ausstattung sowie die Struktur eines zu behandelnden Themas den Unterricht auf verschiedenste Weise zu gestalten.

1.1. Lehrerorientierter, vermittelnder Unterricht

Der Unterricht gibt grundlegende Informationen  an die Schüler weiter, ist u.U. lehrgangsbezogen und wird ausschließlich durch den Lehrer geplant, gesteuert und ausgewertet. Aufgabe der Schüler ist es hier, gegebene Informationen aufzunehmen, zu behalten und wiedergeben zu können. Alle Kinder werden zur gleichen Zeit und auf gleichem Anspruchsniveau gefordert.
Um der vorrangigen Aufgabe nach Differenzierung des Unterrichts, wie sie in den Richtlinien für die Grundschule formuliert ist, zu entsprechen, müssen demgegenüber offene Unterrichtskonzepte in den Vordergrund treten.

1.2. Unterrichtsgespräch

Die Gesprächserziehung stellt in der Grundschule in allen Fächern einen wichtigen Baustein dar. Neben dem durch den Lehrer gelenkten Unterrichtsgespräch stehen schülerorientierte Gespräche im Vordergrund. So werden Erfahrungen, Ideen, Assoziationen, Gefühlslagen der Kinder zum Gesprächsgegenstand. Kinder übernehmen die Gesprächsführung, sie lernen sich gegenseitig zuzuhören und sich so zu äußern, dass andere ihnen gern zuhören.